
Kronen Zeitung
NACH VERLETZUNGSPAUSE
Gegen Deutschland: Zwei Comebacks im ÖFB-Teamkader
Die von ihren Verletzungen genesenen Laura Wienroither und Eileen Campbell kehren für die WM-Qualifikationsspiele gegen Deutschland am 14. April in Nürnberg und am 18. April in Ried in Österreichs Frauen-Fußball-Nationalteam zurück. Coach Alexander Schriebl nominierte am Donnerstag mit Austrias Louise Schöffel außerdem eine Debütantin in sein Aufgebot. Die mit zwei Niederlagen in die Quali gestartete ÖFB-Auswahl gilt gegen Deutschland als krasser Außenseiter.
„Die Rollen sind ganz klar verteilt. Es geht unterm Strich in erster Linie darum, sich gut zu präsentieren“, erklärte Schriebl. Ausgeschlossen sei eine Sensation allerdings nicht, betonte der 47-Jährige. „Das Schöne am Fußball ist, dass vieles möglich ist. Wir wissen aber auch, dass vieles passen muss.“ Man könne sich die ÖFB-U17-Weltmeister, das Männer-A-Team oder auch die Champions-League-Sensationsmannschaft Bodö/Glimt als Vorbild nehmen, meinte Schriebl.
Zum Quali-Auftakt gab es für die ÖFB-Frauen Anfang März ein Heim-0:1 gegen Norwegen und ein Auswärts-0:1 gegen Slowenien. „Wichtig wird sein, das Gesicht vom Match gegen Norwegen zu zeigen, mit viel Leidenschaft und sehr guter Struktur“, meinte Schriebl. „Sehr enttäuschend“ sei hingegen die Leistung in Slowenien gewesen. „Da sind wir sehr verkrampft aufgetreten und haben es das ganze Spiel nicht geschafft, diese Verkrampfung zu lösen. Wenn man etwas zu sehr will und es nicht schafft, locker zu bleiben, kann es passieren, dass es nach hinten losgeht und jemanden wie eine Lawine mitreißt“, erklärte Schriebl.
Weiterhin viele prominente Ausfälle
Seine Auswahl startet am kommenden Mittwoch mit einem öffentlichen Training am ÖFB-Campus in den Lehrgang. Nicht dabei sein werden prominente Langzeitverletzte wie Sarah Zadrazil, Marie-Therese Höbinger, Lilli Purtscheller oder Manuela Zinsberger. Auch Katharina Naschenweng muss passen, sie sollte ihre Knieverletzung aber in einigen Tagen überwunden haben. Auf Nicole Billa, die im März noch im Kader aufschien, verzichtet Schriebl, „weil wir gegen Deutschland wahrscheinlich nicht viele Situationen in der Box bekommen werden“.
Für die Partie im Innviertel sind derzeit 3.500 von 4.300 Tickets abgesetzt. „Ein volles Haus kann uns unglaublich beflügeln. Es kann in Ried mit der Unterstützung der Fans ein toller Abend werden“, vermutete Schriebl.
Weiter geht es Anfang Juni mit den Spielen gegen Norwegen und Slowenien, ehe es wenige Monate später im Play-off so richtig ernst wird. „Die Möglichkeit, bei der WM dabei zu sein, ist da. Entscheidend wird der Herbst“, erklärte Schriebl. Bis dahin sollten einige Schlüsselspielerinnen wieder zur Verfügung stehen. „Ich hoffe, dass viele erfahrene Spielerinnen zurückkommen“, meinte der Teamchef.
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